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In Frisco ist der Teufel los

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In Frisco ist der Teufel los

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In Frisco ist der Teufel los

Operettenquerschnitt
Musik: Guido Masanetz
Gesangstexte:
Otto Schneidereit/Maurycy Janowski

Seite 1
Vorspiel
Für den Dollar braucht man eine Tasche
Heute ist für mich plötzlich Sonntag
Hallo, da bist du platt wie eine Flunder
Von der Hudsonbay bis Feuerland
Musikbox- Charleston
Schaut mich einer an
Seemann, hast du mich vergessen?
Mein Schiff sank bei Kap Horn
Jedes Schiff hat eine Heimat
Eines Abends ist es mal in Rio passirt
Mexikanisches Ballett
Finale 1

Seite 2
Was ist los in San Francisco
Marsch der Seeleute
Tanz im Hafen
Jetzt weiß ich genau
Ich dachte nicht einmal im Traum daran
Tanz Chicas
Blues
Lied der Bessie
Amerikanischer Marsch
10 000 Dollar haben wir gesammelt
Finale 2


Personen
Virginia West, Kellnerin
Xonga Miller, Besitzerin des ,Tampico'
Bessie, eine Negerin
Anatol Brown, Barkassenführer
Kay West, Bruder der Virginia,
Steuermann Jonas, genannt Klabautermann,
ein alter Seemann
Sharp  
Sour       Gauner

Wenn eine Operette durchschlagenden Erfolg erringen will, so muß sie zündende Musik enthalten: Melodien - einzelne Gesangspartien, Tanzszenen, Ensembles -, die auch außerhalb der Bühnenhandlung bestehen können. Eine zweite wichtige Voraussetzung sind Qualität der Fabel und des Textbuches der Operette. Banalitäten haben noch keinem Bühnenwerk zu dauernder Anerkennung verholfen, wenngleich Schwächen der Libretti oft durch starke Musik „überspielt" worden sind.
Die Vorzüge einer guten Operette vereinigt in geradezu idealer Weise IN FRISCO 1ST DER TEUFEL LOS auf sich.
Die Handlung läßt sich mit wenigen Worten wiedererzählen: In San Francisco ist der Besitzer eines großen Hotels gestorben. Einen Erben sucht man zunächst vergeblich. Da der Verstorbene jedoch bei Xonga Miller, der Besitzerin der Tampico-Bar, 10.000 Dollar Schulden hinterlassen hat, bestehen für sie die größten Chancen, sich das Hotel „unter den Nagel reißen" zu können. Doch plötzlich wird bekannt: Der Barkassenfiihrer Anatol Brown, ein einfacher Seemann aus San Francisco, hat das Hotel geerbt. Xonga Miller will den unerwünschten Konkurrenten auf raffinierte Weise ausmanovrieren: Siemacht zur Bedingung, daß Brown das Erbe nur antreten kann, wenn die Schulden innerhalb von 24 Stunden beglichen würden. Andernfalls gehe das Hotel in ihren Besitz über. Anatol Brown, der schon lange davon träumt, einsamen alten Seeleuten ein Zuhause zu schenken, möchte das Hotel übernehmen, um es in ein Seemannsheim umzugestalten. Alle Verwicklungen, die sich aus dieser Sachlage für Anatol Brown und seine Freunde ergeben, ehe sie ihre Sache zum Sieg führen können, werden in der Operettenhandlung auf sehr wirkungsvolle Weise geschildert
„Jedes Schiff hat eine Heimat, jeder Seemann ein Zuhaus", heißt es im Finale der Operette. Am Schluß der Handlung hat sich für Brown und seine Freunde erwiesen: Erst und nur durch die Gemeinsamkeit der arbeitenden Menschen ergibt sich auch für den einzelnen ein sinnvolles Dasein, das sich zudem im Kapitalismus nur durch die Solidarität der Arbeiterklasse den Ausbeutern abringen Iäßt. Ein hautnahes, aktuelles Thema. In unserer Operette wird es mitreißend heiter, ganz und gar operettengemäß gestaltet und erreicht damit die beabsichtigte Wirkung.
Aber selbst aus dem interessantesten Textbuch wird ohne Musik keine Operette; und FRISCO wurde es erst durch die zündenden charaktervollen Melodien von Guido Masanetz; erst durch sie nehmen die Personen auf der Bühne Gestalt an,
werden sie zu lebendigen Menschen.
Außerordentlich beeindruckend ist der musikalische Realismus Guido Masanetz.
Die gesamte amerikanische Westküste bis nach San Francisco, dem Handlungsort der Operette, ist stark durch das mittel- und lateinamerikanische Musikgut, insbesondere durch das mexikanische beeinflußt. Das ist die erste Quelle, die Masanetz als Grundlage für seine Musik dient. Hinzu kommt, daß - da sich ein Teil der Operettenhandlung in einer mexikanischen Bar (Xonga Millers Tampico-Bar nämlich) abspielt - eine zusätzliche Motivierung für das Einbeziehen von Elementen der mittelamerikanischen Musik gefunden wurde. Eine zweite Quelle ist die Musik der nordamerikanischen Neger; der Komponist stützt sich dabei vor allem auf Boogie Woogie und Blues. Charakteristisch ist dafür vor allem das Lied der Bessie, in dem sich Momente der Bluesintonation zu einer ergreifenden Melodie verdichten. Der Boogie Woogie-Rhythmus wird oft an turbulenten Höhepunkten verwandt.
Es wäre falsch, aus dem bisher Gesagten die Schlußfolgerung zu Ziehen, Masanetz habe diese Intonationssphären einfach kopiert; dem Komponisten ist es vielmehr gelungen, sie mit jenen nationalen Elementen zu verknüpfen, die ihm durch seinen eigenen Lebensweg nahelagen: die deutsche und die tschechische Musik (Masanetz wurde 1914 in Friedek in der Tschechoslowakei geboren).
Und diese aufgeführten drei Komponenten verschmilzt Guido Masanetz zu einer echten Synthese.
Treffend charakterisiert seine Musik auch die handelnden Personen der Operette. Deutlich heben sich die zwei Welten voneinander ab: auf der einen Seite Xonga Miller und ihre Kumpane, Schmarotzer, die auf Kosten der arbeitenden Menschen leben. Hier benutzt Masanetz - wie zum Beispiel in der Szene „Schaut mich einer an" - jene Wendungen der Blues-Intonation, die im Ver-laufe der musikgeschichtlichen Entwicklung durch die kapitalistische Vergnügungsindustrie geprägt worden sind. Da-durch und durch Verwendung anderer Mittel erreicht er eine karikierende Wirkung. Auf der anderen Seite die Welt der Seeleute. Sie ist durch kraftvolle, urwüchsige Melodik charakterisiert, für die hier als Beispiele der Musik-Box-Charleston oder der Tanz im Hafen und anderes genannt seien. Auch gefühlvolle Melodien im Rhythmus des Blues, des langsamen Foxtrotts oder des langsamen Walzers - im Mittelteil des mexikanischen Balletts oder in der Szene „Was ist denn los in San Francisco" oder in dem schon erwähnten Lied der Bessie -
Werden vom Komponisten zur Charakterisierung der arbeitenden Menschen benutzt. Hierher gehören auch die zum großen Schlager avancierte Melodie „Seemann, hast du mich vergessen" und die beiden fröhlichen, flotten und bisweilen geradezu übermütigen Marsche. Die Welt von Anatol Brown, von Virginia und ihren Freunden beherrscht musikalisch die Operette, wahrend den negativen Gestalten nur einige Episoden eingeräumt sind.
Schließlich bleibt uns nur übrig, unseren Schallplattenfreunden beim Hören des Operettenquerschnitts viel Vergnügen zu wünschen; so viel Vergnügen, wie es unzählige Besucher empfanden, die das Werk auf der Bühne erleben konnten. übrigens - für den Erfolg von FRISCO spricht eindeutig die Zahl seiner Inszenierungen. Es sind insgesamt 43, die es bis heute erreichte, davon acht außerhalb der DDR in Großstädten europäischer sozialistischer Länder. Dieses Ergebnis lag jedenfalls Ende 1970 vor; aber man kann sicher sein, daß damit die Liste der Inszenierungen von IN FRISCO 1ST DER TEUFEL LOS nicht abgeschlossen ist. Und mancher, der sich gern an die Bühnenaufführung des Werkes erinnert, wird vielleicht ebenso gern zu dieser Schallplatte greifen.
Peter Czerny (1971)

Elisabeth Ebert, Sopran Gisela May
ingeborg Springer, Mezzosopran
Peter Bindszus, Tenor
Wolfgang Hellmich, Bariton
Reiner Süß, Baß
Gerd E. Schäfer
Werner Troegner
Gunter Gollasch, Klarinette
Rundfunkchor Leipzig Großes Orchester des Deutschlandsenders
Dirigent: Robert Hanell
Musikregie: Guido Masanetz
Tonregie: Gerhard Kossatz
Gestaltung: Klaus Vonderwerth
Foto: Heinz Hoffmann

Mehr Informationen
ArtikelnummerNova 8 85 016
Preis9,95 €
InterpretVarious Artists
PlattennameIn Frisco ist der Teufel los
EAN NummerNicht verfügbar
PlattenlabelAndere
PlattentypLP / Vinyl 12"
Vinylgewicht pro Schallplatte180 gramm
Anzahl der Platten1
BeilagenNicht verfügbar
Release Jahr1971
Allgemeiner PlattenzustandGebraucht
Zustand TonträgerNicht verfügbar
Zustand CoverNicht verfügbar
PlattenreinigungNicht verfügbar
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