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Chant sans paroles

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Chant sans paroles

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Chant sans paroles

Großes Tanzstreichorchester des Deutschlandsenders
Te Amo
Tanzorchester des Berliner Rundfunks
 Baby-Blues
Tanzorchester des Berliner Rundfunks
Delphin
Klaus Lenz-Sextett
Zärtlichkeiten
Orchester Gerd Natschinski
Reni Melodie
Rundfunk Tanzorchester Leipzig
Tokay-Flip
Tanzorchester des Berliner Rundfunks

Lotos
Tanzorchester des Berliner Rundfunks
Aquarell
Orchester Gerd Natschinski
Charlie tanzt Charleston
Orchester Joachim Gocht
Bambus
Tanzorchester des Berliner Rundfunks
Valse Isabell
Großes Tanzstreichorchester des Deutschlandsenders
Guanabara
Rundfunk Tanzorchester Leipzig
Tatarenritt
Großes Tanzstreichorchester des Deutschlandsenders

Schlagermusik ist in den letzten Jahrzehnten immer mehr Tanzmusik geworden. Die Schlager rekrutieren sich nicht mehr, wie noch zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts, aus allen Genres der leichten  Musik, dem volkstümlichen Lied, dem Couplet, dem Chanson, der Musik aus Operetten, Possen und Revuen, sondern kommen fast ausschließlich aus dem Bereich der Tanzmusik. Aber auch die Tanzmusik selbst war seit der Mitte des   19. Jahrhunderts  tiefgreifenden  Wandlungen unterworfen. Sie besteht heute fast ausschließlich aus textgebundenen Stücken. Ihre musikalische Grundlage ist zumeist eine relativ einfache Melodie in Kombination mit einem gerade geläufigen tanzmusikalischen Rhythmus — vom Foxtrott bis zu den Modetänzen wie Hully Gully, Shake, Twist u. a.
Während der Blütezeit der klassischen Wiener Tanzmusik Mitte des 19. Jahrhunderts, als Walzer, Polka, Galopp, Polka-Mazurka das Geschehen auf dem Parkett bestimmten, gab es dagegen kaum eine textgebundene Tanzmusik. Die Tanzmusik bestand damals fast ausschließlich aus Instrumentaldarbietungen.
Und heute? Gibt es heute überhaupt keine instrumentale Tanzmusik mehr? Glücklichrweise kann auf dem Parkett bestimmten, gab es dagegen auf diese Frage mit , doch, es gibt sie geantwortet gebundenen Tanzmusik weitaus weniger Titel dieser Art geschrieben werden. Im Ietzten Jahrzehnt sind gerade in unserem Lande eine Reihe von instrumentalen Tanzmusik-Titeln geschrieben worden, die echte künstlerische Originalität aufweisen. Manche wurden sogar große internationale Erfolge, allen voran Jürgen Hermanns Chant sans paroles; aber auch Lotos, Renis Melodie, Zärtlichkeiten u. a. wären hier zu nennen. Das Anliegen dieser Schallplatte nun ist es, die künstlerisch ausdrucksstärksten unserer Orchestertitel zusammenzustellen. Wohlgemerkt, es handelt sich ausschließlich um jene Titel, die als originale Instrumentaltitel geschrieben wurden und nicht um Orchesterbearbeitungen von beliebten ursprünglich textgebundenen Tanzschlagern - eine Methode, die ebenfalls durchaus als legitim anzusprechen ist.
Die vierzehn Titel unserer Schallplatte weisen viele persönliche Handschriften auf, stützen sich auf verschiedenartige Rhythmen, vom Walzer bis zum rasanten lateinamerikanischen Rhythmus. Aber dennoch vereint sie alle eines: Der Verzicht auf das Wort, den Vers, die Textgebundenheit der Melodie führte zu spezifischen Gewinn in bezug auf die Bildhaftigkeit der Musik, und gerade aus ihr beziehen die einzelnen Titel auch ihre künstlerische Ausdrucksstärke. Die Komponisten bedienen sich hierbei übrigens eines ästhetischen Prinzips, das im Verlauf der ganzen musikgeschichtlichen Entwicklung eine immer umfassendere Anwendung und Ausprägung gefunden hatte. Es handelt sich dabei nicht um das äußerliche, naturalistische Abbilden von Gegenständen, sondern um das musikalische Erfassen des Wesens einer bestimmten, also damit konkreten Erscheinung. Die Beispiele dafür sind auf der Schallplatte zu entdecken.
Zärtlichkeiten fängt in der weichen Walzermelodik die zärtliche Geste des zärtlich handelnden Menschen ein. Im Tatarenritt dagegen spiegelt sich im melodischen rhythmischen Duktus der Musik das stürmische Vorwärtsdrängen eines Reitenden wider, wobei der Komponist außerdem ein uns exotisch anmutendes Kolorit verwendet. Auch Lotos bringt eine kräftige, exotisch gefärbte Musik und weckt so Vorstellungen von südostasiatischen Gefilden - Bambus übrigens in ähnlicher Weise. Im Orchestertitel Aquarell werden hingegen wieder zarte, pastellartige Stimmungen benutzt. Baby-Blues bedient sich der Blues-Intonation für eine einschmeichelnde, schlichte Klarinetten-Melodie und  weist so  Berührungspunkte zum Wiegenlied auf; die typische Grundhaltung, die sich in der   . Geste des Beruhigenden ausdrückt und besonders dem Wiegenlied eigen ist, wurde auf eine entsprechende Orchestermelodie im tanzmusikalischen Rhythmus übertragen. Tokay-Flip verknüpft ungarische Elemente mit dem lateinamerikanischen Rhythmus des Mambo. Charlie tanzt Charleston gibt das Schmissige, die Kessheit, die Ausgelassenheit des Charleston-Tänzers wieder, fängt also im musikalischen Material eine für den Hörer konkret vorstellbare menschliche Gestalt in einer konkret vorstellbaren Aktion ein. Chant sans paroles - das Lied ohne Worte — verkörpert die ausdrucksvolle kantable Melodie des Liedes schlechthin. Selbstverständlich sind  die genannten Orchestertitel nicht deshalb beliebt, weil ihnen entsprechende musikalische Bilder zugrunde liegen, sondern weil die Bildhaftigkeit originell und plastisch musikalisch eingefangen wurde. Allein darin ist auch das Werturteil „künstlerische Originalität" begründet. Denn die Bildhaftigkeit der Musik kann ebenso in verkitschte Idylle abgleiten - für die bürgerliche Salonmusik   am   Ende   des   19. Jahrhunderts   war gerade dies sehr charakteristisch. Das lag jedoch nicht am Prinzip selbst - musikalische Bildhaftigkeit als Gestaltungsmittel zu verwenden —, sondern  daran, daß die Komponisten wenig künstlerischen Geschmack bewiesen. Es geht also keinesfalls um eine Verurteilung dieses Prinzips, sondern um seine künstlerisch-geschmackvolle, d. h. seine ästhetische Umsetzung. Und sie ist unseren Komponisten zweifelsohne gelungen.
Auch die anderen Orchestertitel unserer Schallplatte, deren Beziehungen zur Bildhaftigkeit nicht so gravierend sind, leben wie Renis Melodie, Delphin, Valse Isabell, Te amo oder Guanabara von einer musikalisch tragfähigen Substanz, die originelle Züge aufweist.
Hinzu kommt das moderne, den Gepflogenheiten der tanzmusikalischen Entwicklung von heute entsprechende Arrangement. Das Besondere besteht aber auch hier darin, daß die Arrangements nach der Substanz der Aussage der Titel maßgeschneidert wurden. Das Arrangement ist nicht etwas Äußerliches, Aufgesetztes, sondern ergibt sich aus dem jeweiligen konkreten musikalischen Inhalt Insofern kann gerade die Entwicklung der Orchestertitel im Bereich der Tanzmusik viele Impulse für die Entwicklung einer unsere- Ansprüchen genügenden Tanz- und Unterhaltungsmusik vermitteln. Es wäre zweifellos wünschenswert, wenn-die Herausgabe dieser Schallplatte unsere Komponisten inspirieren würde, weitere-schöne neue Orchestertitel zu schreiben
Peter Czerny 1971

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ArtikelnummerNova 8 85 006
Preis9,95 €
InterpretVarious Artists
PlattennameChant sans paroles
EAN NummerNicht verfügbar
PlattenlabelAndere
PlattentypLP / Vinyl 12"
Vinylgewicht pro Schallplatte180 gramm
Anzahl der Platten1
BeilagenNicht verfügbar
Release Jahr1970
Allgemeiner PlattenzustandGebraucht
Zustand TonträgerNicht verfügbar
Zustand CoverNicht verfügbar
PlattenreinigungNicht verfügbar
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