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Hans Christian Andersen - Der Schweinehirt & Die wilden Schwäne

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Der Schweinehirt & Die wilden Schwäne
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Hans Christian Andersen - Der Schweinehirt & Die wilden Schwäne

12,90 €

Hans Christian Andersen - Der Schweinehirt & Die wilden Schwäne

Schallplattenbearbeitung: Thomas Brasch
Musik: Christian Steyer
Gitarre und Gitarrensätze: Werner Pauli
Regie: Edgar Kaufmann Barbara Plensat
Instrumentalgruppe Leitung: Christian Steyer
Tonregie: Karl-Hans Rockstedt

Seite 1
Die wilden Schwäne
Erzähler                 Winfried Wagner
Elisa                       Regina Beyer
1.   Prinz                 Viktor Deiß
2.   Prinz                 Giso Weißbach
3.   Prinz                  Bernd Storch
4.   Prinz                  Hans-Joachim Gläser
5.   Prinz                 Lutz Dechant
6.   Prinz                 Lothar Tarelkin
König                     Wilfried Ortmann
Königin                  Marion van de Kamp
Lehrer                    Peter Sturm
Wirt                      Hans-Joachim Hanisch
Meer                      Brigitte Lindenberg
Junger König       Dieter Montag
Erzbischof             Horst Preusker
1.   Diener              Hans Bergermann
2.   Diener              Peter Dommisch

Seite 2
Der Schweinehirt
1.   Erzähler           Hans-Joachrm Hanisch
2.   Erzähler           Peter Dommisch
Prinz                       Viktor Deiß
Prinzessin              Dorothea Meißner
Kaiser                    Peter Sturm
1.   Hofdame        Barbara Adolph
2.   Hofdame        Ruth Glöss
3.   Hofdame        Brigitte Scholz

Gestaltung: Norbert Pohl

Der Prinz aus dem kleinen Land verwandelt sich in einen Schweinehirten, um die Tochter des Kaisers zu heiraten - wen interessiert das heute noch? Dieser vorgebliche Schweinehirt baut sonderbare Instrumente, die der Kaisertochter Aufmerksamkeit entlocken sollen, nachdem sie sein Geschenk, eine singende Nachtigall, hochnäsig ablehnte - wer hat dafür heute noch ein Ohr?
Was sollen die Geschichten des Hans Christian Andersen in einer Welt -der Plattenspieler und Flugzeuge, in einer Zeit, in der schon Kindern kein Geheimnis mehr ist, wovon vor 150 Jahren Andersen nicht einmal träumte?
„Der Schweinehirt" führt Leute vor, die heute kein Kind mehr kennt, aber sie kommen mit Haltungen und Sätzen, die uns leider oft noch zu bekannt sind: Die hochgereckte Nase der Kaisertochter, die alles Künstliche allem Natürlichen vorzieht, der die Langeweile schwer zu schaffen macht, die glaubt, etwas Besseres zu sein als die anderen. Das interessiert uns. Die Freundlichkeit des kleinen Prinzen, seine Fähigkeit, aus wenig viel zu machen, sein Witz - das geht auch die Kinder unserer Zeit etwas an.
„Die wilden Schwäne" handelt vom Weg aus der Dummheit: Die Prinzen brauchen Flügel, um die Welt sehen zu können, die Prinzessin Elisa muß häßlich werden, damit sie weniger auf ihre Schönheit achtet und nicht immer nur redet, sondern lernt, daß die Arbeit manches begreifen macht.
Das läßt sich auch heute noch hören, denn ausgestorben ist weder die Eitelkeit noch die Überheblichkeit - nicht bei den Großen und nicht bei den Kleinen.
All dies haben wir in den Geschichten Andersens, die bekannter sind als viele andere seiner Märchen, gefunden. Wenn es bei ihm etwas kleiner geschrieben war, haben wir es vergrößert, wenn er es nicht deutlich gesagt hat, haben wir es ausgesprochen, denn vieles hörte man nicht gern in seiner Zeit.
Anderes hörte man dafür lieber: die Sprüche der Bibel und die Verehrung für die Oberen. Das haben wir unter den Tisch des Aufnahmestudios fallen lassen,
Die Lieder haben wir dazugeschrieben. Wir dachten: viel Musik gehört auf eine Schallplatte.
So haben wir die Märchen des Hans Christian Andersen neu erzählt: für die Kinder einer anderen Zeit, ohne den erhobenen Finger, aber nicht ohne zu Lernendes, mit Witz, aber nicht albern, verändert, aber nicht verfälscht.
Viel Fremdes bleibt, die Welt des Märchens will ihre Farbe und die ist nicht durch strenge Bleistiftstriche zu ersetzen. Aber in dieser Fremdheit finden wir Eigenes, finden wir Heutiges im Gestrigen und das sollte etwas für die Ohren unserer Kinder sein.
Wie Max Ohr aus einer Schallplatte ein Theaterstück machte
Als Max Ohr das Märchen vom Schweinehirten gehört hatte, sagte er: „Immer vor dem Plattenspieler hocken wie die Prinzessin im Märchen vor ihrer Spieluhr, ist langweilig. Da schlafen einem die Arme und Beine ein und man sitzt da wie ein lahmer Vogel. Schließlich kann ich mir selber einen Bart ins Gesicht kleben und den Prinzen spielen, wie der den Schweinehirten spielt."
Max ging auf die Straße, steckte zwei Finger in den Mund und pfiff seine Freunde zusammen. „Ich spiele euch jetzt das Märchen vom Schweinehirten vor, und wenn die Platte zu Ende ist, muß sich jeder eine Rolle aussuchen, damit wir es selber spielen können." „Ich will die Kaisertochter spielen, die vor Langeweile fast stirbt", sagte Marianne Klappke. „Nein", schrie Sylvia Schall, „ich spiele die Kaisertochter!"
„Wir spielen das Märchen zweimal", sagte Max. „Erst spielt Marianne die Prinzessin und Sylvia die Hofdame und dann tauscht ihr die Rollen."
Der dicke Lutz spielte den Kaiser und hängte sich eine Decke als Mantel um, Max setzte sich einen spitzen Hut auf, den er im Stall brauchte, die Zwillinge spielten die Schweine und Ilona Schädlich steckte sich als zweite Hofdame eine Pappnase ins Gesicht. Sie bauten sich aus Stühlen einen Schweinestall, im Schrank war der Palast des Kaisers und das kleine Land des Prinzen in einer Wanne, die sie im Badezimmer fanden.
„Aber wir können den Text nicht", sagte Marianne.
„Die Hauptsache ist, daß wir wissen, was in der Geschichte passiert", sagte
Max, der schon in seiner Wanne saß. „Leg die Platte noch einmal auf, damit ich die Melodie für mein Lied nicht vergesse."
Das Spiel begann. Immer, wenn einer vergessen hatte, wie es weiterging, legten sie die Platte auf.
„Aber woher bekomme ich eine Spieluhr?" fragte die Darstellerin der Prinzessin, „die Prinzessin braucht eine Spieluhr!" Sie suchten in der Wohnung nach einem Spielzeug, das sie für die Spieluhr gebrauchen konnten, aber sie fanden nichts.
„Ich hab'sl", rief Max Ohr, „immer, wenn du die Spieluhr meinst, schaltest du den Plattenspieler an. Leg eine Musikplatte von meinen Eltern auf."
Das Spiel ging weiter. Wieder unterbrach die Darstellerin der Prinzessin. „An dieser Stelle soll die Nachtigall singen. Wir haben keine. Kann nicht eine Hofdame singen, als wäre sie eine Nachtigall?" fragte sie. „Gut", sagte Max Ohr aus der Wanne, die sich jetzt aus dem kleinen Land in einen Kahn verwandelt hatte, mit dem er den Fluß zwischen den beiden Ländern überqueren wollte.
Aus einem Blumentopf und einer Trillerpfeife wurde der singende Kessel, mit dem man erraten konnte, was die Nachbarn zum Mittag kochten. Sie hielten den Topf aus dem Fenster und riefen: „Im Transformatorenwerk gibt es heute Nudelsuppe, bei der Schulspeisung Spiegeleier und aus der .Stumpfen Ecke' riecht es nach Bier!"
Am Abend war das Stück fertig. „Morgen nach der Schule machen wir weiter", sagte Max. Sie probten eine Woche. Am Sonntag saßen alle um den Tisch und schrieben Einladungen für die Theatervorstellung. Alle Kinder aus der Schule und aus der Straße sollten in einer Woche auf dem Hof sein.
Zur Vorstellung kamen vierzig Kinder, und der Beifall für die Schauspieler nahm kein Ende, als Max und die anderen sich verbeugten.
„In zwei Wochen seht ihr in unserem Hoftheater das Märchen von den elf Schwänen - die Geschichte der elf Prinzen, die über das Meer fliegen - und ihrer Schwester Elisa, die aus Brennesseln Hemden näht. Wer mitspielen will, meldet sich bei Max Ohr, Springbrunnenplatz 19."
Thomas Brasch

Mehr Informationen
ArtikelnummerLitera 8 65 198
Preis12,90 €
InterpretNicht verfügbar
PlattennameNicht verfügbar
EAN NummerNicht verfügbar
PlattenlabelLitera
PlattentypLP / Vinyl 12"
Vinylgewicht pro Schallplatte180 gramm
Anzahl der Platten1
BeilagenNicht verfügbar
Release JahrNicht verfügbar
Allgemeiner PlattenzustandGebraucht
Zustand TonträgerNicht verfügbar
Zustand CoverNicht verfügbar
PlattenreinigungNicht verfügbar
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