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Der Kleine Muck - Kalif Storch

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Der Kleine Muck - Kalif Storch
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Der Kleine Muck - Kalif Storch

9,90 €

WILHELM HAUFF
1
Die Geschichte vom kleinen Muck
Schallplatteneinrichtung: Joachim Herz
Musik: Hans-Dieter Hosalla
Muck     Klaus Piontek
Frau Ahavzi     Marga Legal
Der König    Fred Düren
Der Oberhofmarschall     Ekkehard Schall
Die Wachen     Wolfgang Greese, Dieter Zöllter,
Die Pantoffeln     Gertraude Krenz, Marga Legal
Der Stab    Gertraude Krenz, Die Feigen

2
Die Geschichte vom Kalif Storch
Schallplatteneinrichtung: Joachim Herz
Musik: Hans-Dieter Hosalla

Der Kalif      Ekkehard Schall
Der Großwesir     Fred Düren
Kaschnur     Klaus Piontek
Die Eule     Angelica Domröse
Der Zauberer     Dieter Zöllter
Selim     Wolfgang Greese
Die erste Störchin      Gertraude Krenz
Die zweite Störchin      Marga Legal

Solisten des Berliner Ensembles und der Komischen Oper Berlin
Dirigent: Hans-Dieter Hosalla
Regieassistenz: Werner Schurbaum
Regie: Joachim Herz
Tonregie: Rolf-Dieter Gandert
Gestaltung: Rudolf Grüttner

Wilhelm Hauff hat außer den beiden auf dieser Schallplatte wiedergegebenen Geschichten - der Geschichte von dem kleinen Muck und der Geschichte vom Kalif Storch — noch mehr Märchen geschrieben: Das kalte Herz, Das Märchen vom falschen Prinzen, Der Zwerg Nase und andere.
Er ließ sich selbst gern Geschichten erzählen, als er noch ein kleiner Junge war. Später las er mit Eifer in den Büchern, die in der großen Bibliothek seines Großvaters standen, in hohen Regalen, die bis an die Decke reichten und die Zimmerwände vollständig bedeckten. Viele Jahre sind vergangen, seit Wilhelm Hauff in der großväterlichen Bibliothek über die Bücher gebeugt saß, mehr als 150 Jahre ist es her. Johann Wolfgang Goethe lebte noch, und Napoleon war Kaiser der Franzosen. Deutschland bestand aus zahlreichen kleinen Staaten, an deren Spitze Fürsten, Grafen, Herzöge oder Könige standen. Es war im Jahre 1802, als Wilhelm Hauff in Stuttgart geboren wurde, der Hauptstadt von Württemberg, das eines dieser vielen kleinen deutschen Länder war. Und weil ein Herzog dieses Land regierte, nannte man es Herzogtum Württemberg.
Der Herzog von Württemberg, den Napoleon später zum König machte - zum Lohn dafür, daß er ihm geholfen hatte, Deutschland zu erobern - bewohnte ein prächtiges Schloß, und viele Diener bedienten ihn. Ist es da ein Wunder, daß er sehr viel Geld brauchte, um das Schloß instand zu halten und die Diener zu bezahlen? Deshalb wollte er die Geschäfte und die Geschicke des Landes ganz allein bestimmen und wurde sehr ungehalten, wenn einer seiner Untertanen - wie man zu dieser Zeit die Bürger des Landes nannte — sich andere Gedanken über die Dinge machte, als er, der Herzog, sie hatte, Und besonders böse wurde e wenn jemand seine anderen Gedanken laut werden ließ und darüber mit anderen sprach, wie es der Vater von Wilhelm Hauff zu tun wagte. Es-Iäßt sich leicht denken, was der um seinen Besitz und seine Macht besorgte Herzog tat. Eines Nachts wurde heftig an die Tür des Hauffschen Hauses geklopft. Es war die herzogliche Polizei, die gekommen war, um den Vater zu holen und in das Gefängnis auf dem Asperg zu bringen, wo er neun Monate lang gefangen gehalten würde. Diese Ungerechtigkeit kränkte den Vater Wilhelm Hauffs so sehr, daß er wenige Jahre darauf starb. Wilhelm, sein Sohn, war damals erst sieben Jahre alt. Die Mutter verließ mit dem kleinen Wilhelm Stuttgart, um in das Haus des Großvaters nach Tübingen zu ziehen, wo wir ihn bereits in der Bibliothek über die Bücher gebeugt sitzen sahen. Hier kam Wilhelm Hauff auch in die Schule, die er besuchte, bis-er genug gelernt hatte, um auf die Universitätgehen zu können, um Theologie zu studieren; denn seine Mutter wollte, daß er Pfarrer würde. Diesen Wunsch der um die Zukunft ihres Sohnes besorgten Mutter kann man verstehen, wenn man weiß, daß die Ausbildung zu diesem Beruf kostenlos war und wir uns erinnern, daß Wilhelm Hauff keinen Vater mehr hatte, überdies verhieß das Pfarramt eine gesicherte Lebensstellung, Neben seinem Studium fand Wilhelm Hauff, der nun schon zu einem klugen, aufmerksamen jungen Mann herangereift war, auch Zeit zu fröhlichem Studententreiben; worüber er nicht vergaß zu beobachten, was um ihn herum in seinem Land Württemberg, in ganz Deutschland und in der Welt geschah. So wurde er Mitglied der Burschenschaft, einer Organisation, in der er mit anderen Studenten zusammenkam, die ebenso wie er, neben ihrem Studium Geselligkeit suchten und sich Gedanken darüber machten, wie sie später leben wollten. Diese Gedanken waren aber von der Art, von der wir schon wissen, daß der Herzog, der inzwischen König geworden war, sie nicht sehr schätzte, denn er fürchtete um seine Macht
In dieser Zeit begann der Student Hauff zu schreiben. Zuerst Gedichte, später Geschichten. Und als er nach seinem Studium Hauslehrer wurde, schrieb er die Märchen, die er seinen Schülern erzählte, auf und gab ein Buch heraus, das er „Märchenalmanach auf das Jahr 1826" nannte. (Dieses Buch enthält auch bereits die beiden Geschichten, die für diese Schallplatte ausgewählt wurden.) Mit der Veröffentlichung seiner ersten Bücher gab Hauff auch zu erkennen, daß er nicht Pfarrer werden, sondern als Journalist und freier Schriftsteller leben wollte. Trotz des Erfolges, den er mit seinen Werken hatte, blieb er ein fleißiger und bescheidener Mensch. Durch seine Arbeit erhielt er eine feste Anstellung als Redakteur des „Morgenblattes für gebildete Stände", einer damals sehr angesehenen Zeitschrift, die vom Verleger Cotta herausgegeben wurde, der zu seiner Zeit ein berühmter Mann war. Jetzt endlich -im Februar 1827 - konnte er seine Braut heiraten, die er noch als Student kennengelernt hatte, Dem begabten und glücklichen Wilhelm Hauff schien nun eine verheißungsvolle Zukunft offen, Aber die Hoffnungen sollten sich nicht erfüllen. Geschwächt durch das Unmaß der von ihm bewältigten Arbeit, starb Hauff am 18. November 1827 an einer Krankheit, in der heute eine Gehirngrippe vermutet wird, Wir wachsen heute auf unter Verhältnissen, die für Begabung und Fleiß günstig sind. Die Freude am Phantasiereichtum und an der Poesie der Hauffschen Märchen, die Bewunderung für seine Leistung, vollbracht gegen widrige Umstände, sind sie nicht geeignet, uns Geist und Sinn zu bereichern und zu bewegen für unsere glücklichere Welt?
J. H. (1970)

Mehr Informationen
ArtikelnummerLitera 8 65 173
Preis9,90 €
InterpretVarious Artists
PlattennameDer Kleine Muck - Kalif Storch
EAN NummerNein
PlattenlabelLitera
PlattentypLP / Vinyl 12"
Vinylgewicht pro Schallplatte180 gramm
Anzahl der Platten1
BeilagenNein
Release Jahr1977
Allgemeiner PlattenzustandGebraucht
Zustand TonträgerNicht verfügbar
Zustand CoverNicht verfügbar
PlattenreinigungNicht verfügbar
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