Amiga Cocktail 1957-1958

Amiga Cocktail 1957-1958

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Amiga Cocktail 1957-1958

SEITE 1
Papa, du bist so reizend    
Komposition: Siegfried Mai  
Text: Ursula Upmeier
Arrangement: Jürgen Hermann
Julia Axen
Ping-Pongs und Flamingos Orchester Gerhard Honig 3:05

Heut'spielt der Willi      
Komposition und Arrangement: Walter Eichenberg
Text: H. Fleischer
Werner Hass
Hemmann-Quintett
Rundfunk-Tanzorchester Leipzig

Vergiß nie die Zeit
(aus dem DEFA-Film „Meine Frau macht'Musik")
Komposition und Arrangement: Gerd Natschinski
Text: Hans Heinrich
Gitta Lind
Rundfunkchor Berlin
Orchester Gerd Natschinski

Rosa Mandelblüten            
Komposition: Gerhard Honig
Text: Ursula Upmeier
Arrangement: Simon Krapp
Paul Schröder
Ping-Pongs
Adalbert Lutter mit seinem großen Tanzorchester

Amigo
Komposition und Arrangement: Gerd Natschinski
Text: Rudolf Günter Loose
Bärbel Wachholz
Ping-Pongs und Hemmann-Quintett
Orchester Gerd Natschinski

Nur der Mond schaut uns zu  
Komposition: Georg Möckel
Text: Rudolf Günter Loose.
Arrangement: Gerd Natschinski
Julia Axen und Heinz Schultze
Hemmann-Quintett
Orchester Gerd Natschinski

Heute spielt der Konstantin Klavier
Komposition: Wolfram Heicking
Text: C. U. Blecher
Arrangement: Günter Oppenheimer
Helga Brauer und Ilse Hass
die Bergols
Rundfunk-Tanzorchester Leipzig

Tatjana    
Komposition und Arrangement: Gerd Natschinski
Text: Rudolf Günter Loose
Heinz Schultze.
die Flamingos
Orchester Gerd Natschinski

Redaktion: Jürgen Lahrtz (1981)

SEITE 2
Du bist so jung, du bist so schön
(aus dem DEFA-Film „Meine Frau macht Musik")
Komposition und Arrangement: Gerd Natschinski
Text: Rudolf Günter Loose
Gitta Lind
Hemmann-Quintett
Rundfunk-Tanzorchester Leipzig

Ein Winken, ein Lächeln  
Komposition: Hans Bath
Text: Willy Schüller
Arrangement: Simon Krapp
Paul Schröder
Ping-Pongs
Adalbert Lutter mit seinem großen Tanzstreichorchester

Ein silberweißes Boot
Komposition: Hans Bath
Text: Dieter Schneider
Arrangement: Simon Krapp
Undine von Medvey
Adalbert Lutter mit seinem qroßen Tanzorchester

Immer noch heb ich dich
Komposition: Helmut Nier
Text: Willy Schüller
Arrangement: Jürgen Hermann
Werner Hass
Ping-Pongs
Orchester Gerhard Honig

Ich steige dir auf's Dach    
Komposition: Georg Möckel
Text: Willy Schüller
Arrangement: Gerd Natschinski
Bärbel Wachholz
Amigos
Orchester Gerd Natschinski

Pico-pico-bello
Komposition: Siegfried Mai
Text: Fred Gertz
Arrangement: Gerd Natschinski
Heinz Schultze
die Flamingos
Orchester Gerd Natschinski

Das sag ich nur zu dir
Komposition: Helmut Nier
Text: Willy Schüller
Arrangement: Walter Eichenberg
Helga Brauer
die Flamingos
Rundfunk-Tanzorchester Leipzig

Küß mich, Angelina
(aus dem DEFA-Film „Meine Frau macht Musik")
Komposition und Arrangement: Gerd Natschinski
Text: Robert Romanus/Rudolf Günter Loose
Klaus Gross
Ping-Pongs und Hemmann-Quintett
Orchester Gerd Natschinski



Zunächst einmal möchte ich frohgestimmt feststellen dürfen, daß sie Lieber Schalplattenfreund -
nach dem 1. Amiga-Cocktail nun auch Appetit auf einen 2 Cocktail dieser Mixtur bekommen haben. Und ich bin eigentlich meiner Sache sehr sicher, daß Ihnen auch dieses Angebot Freude und Entspannung bereitet Dieser Schlagerjahrgang 57-58 ist auch deshalb sehr bekömmlich, weil er den Schlagerfreunden zum ersten Mal einen abendfüllenden DEFA-Musikfilm bescherte: „Meine Frau macht Musik". Natürlich war dieser Musikfilm —    wie fast alle — inhaltlich kein Werk, über das es sich nachzudenken gelohnt hätte. Und einem Vergleich mit „Solo Sunny" würde er weder damals und schon gar nicht heute standhalten können. Aber die Kinos waren monatelang ausverkauft, und ich erinnere mich heute noch an den Premierenabend im „Babylon" in unserer Hauptstadt. Alles hoffte natürlich auf eine Fortsetzung mit ähnlichen Filmvorhaben für die Schlagerfreunde. Vielleicht träumte im Leipziger Filmtheater „ Capitol" der Schüler Frank Schöbe/ davon, auch einmal einen Musikfilm machen zu können. Aber er träumte nicht laut, und so konnte ihn auch niemand auslachen. Wer konnte schon ahnen, daß er 10 Jahre später tatsächlich vor den DEFA-Kameras stehen würde. Jedenfalls war diese Film-Premiere die Sternstunde für den Schlagerkomponisten Gerd Natschinski. Wenn man heute mit Abstand in Ruhe die damalige Schlager-Szene Revue passieren läßt, dann dürfte dieser Musikfilm eine wesentliche Ursache für das plötzliche Erstrahlen mehrerer Schlagersternchen am Horizont gewesen sein. Da waren einige Sternchen, die sehr schnell zu echten Amiga-Sternen wurden, allen voran Bärbel Wachholz und Helga Brauer. Und sie kamen genau im richtigen Moment, denn wie diese LP eindeutig beweist, waren wir auch bei den Interpreten noch sehr von Importen abhängig. Es gab weder eine gezielte Nachwuchs-Suche und schon gar nicht eine entsprechende Förderung. Diese Dinge waren allzu sehr dem Zufall überlassen, lediglich der Rundfunk bemühte sich um eine eigene Talente-Sendung, initiiert von Horst Lehn und Rolf Krickow. Sehr erfolgreich bei der Talentsuche war unbedingt Alo Koll, der damals mit seinem Orchester durch die DDR reiste und einen Tenor präsentierte, der in den 50er Jahren nicht nur tenorale Schlager mit großem Erfolg vorstellte, sondern auch als Höhepunkt so mancher öffentlichen Veranstaltung mit „Granada" Triumphe feierte. Leider weiß ich nicht mehr, in welchem Kulturhaus jene Veranstaltung stattfand, die unserem Land eine Sängerin bescherte, die heute noch mit großem Erfolg tätig ist. Ich weiß nur, daß Heinz Schultze seine junge Braut mitgebracht hatte. Und eigentlich mehr nebenbei erzählte er, daß sie mit einer interessanten Stimme Lieder zur Gitarre sänge. Alo Koll überlegte nicht lange, nahm sie einfach mit ins Programm, ich bereitete das Publikum schonend darauf vor, und dann hatte dieses junge Mädel einen Riesen-Erfolg und wir einen neuen Schlagerstern: Julia Axen. Etwa ein Jahr später meldete sich zum Vorsingen beim Rundfunk ein junger Garderobier vom Metropol-Theater, der eigentlich Maurer gelernt hatte, aber unbedingt auf die Bretter wollte, die für viele junge Leute immer noch die Welt bedeuten. Rundfunk-Redakteur Gerhard Honig schrieb für ihn den Titel „Rosa Mandelblüten", und dieser junge Mann entpuppte sich sehr bald als eine echte Konkurrenz für Fred Frohberg. Es war Paul Schröder. Damit war „schon
wiedder" eine neue Stimme entdeckt mit der Alo Kollin der Republik Furore machte. Denn seine größte Entdeckung "buffote" ja noch am Theater in Quedlinburg, bevor er im Leipziger Operettenhaus die Messestädter als „stiller Zecher' begeisterte. Aber wie gesagt Lutz Jahoda war erst im Kommen.
Paul Schröder gehört zu jenen Interpreten, die bis zum heutigen Tage immer noch im Veranstaltungs wesen ihren Mann stehen und Erfolg haben. Natürlich singt er als glücklicher,, Opa" keine Liebeslieder mehr für junge Mädchen, er hat die Alt Berliner-Erfolge in sein Repertoire aufgenommen und ist als „Zicken-Schulze von Bernau" nach wie vor erste Klasse. Gerhard Honig bemüht sich heute als musikalischer Chef des „ Oberhof er Bauernmarkts" mit Erfolg, den DDR-Stimmungsschlager populär zu machen.
Für viele Schlagerfreunde wird sicherlich mit einiger Verwunderung registriert werden, daß unter den Komponisten dieser LP der Name Wolfram Heicking auftaucht. Immerhin ist heute Prof. Heicking eine unserer wichtigsten Künstlerpersönlichkeiten und als Abteilungsleiter für Komposition an der Berliner Hochschule für Musik „Hanns Eisler" tätig. Neben seinen Verdiensten als Berater und Mentor der FDJ-Singe-bewegung hat er großen Anteil an der erfolgreichen Entwicklung der heutigen Komponisten-Generation unserer Rock-Szene. So zeigt sich der Amiga-Cocktail immer wieder als musikalischer Beweis für die Tatsache, daß die Schlagergeschichte unseres Landes weitaus interessanter ist, als manche Leute glauben wollen. Sicherlich erwecken diese Melodien auch einen Hauch von Nostalgie, aber nicht nur. So könnten alle Verantwortlichen für Nachwuchs-Entwicklung eine Menge Erfahrungen sammeln, wenn sie den Erfolgsweg von Bärbel Wachholz oder Helga Brauer analysieren. Beide hatten nämlich eine sehr praxisbezogene Ausbildung. Bärbel 1957 beim damaligen Eberswalder Tanzorchester Max Reichelt. In Bühnen- und Tanzveranstaltungen mußte sie alles • singen, was es damals an neuer Schlagermusik gab. Und diese Vielseitigkeit gepaart mit einer fundierten musikalischen Ausbildung, brachte jene Bühnensicherheit, die wir heute bei so manchem Nachwuchs-Stern vermissen. Bei Helga Brauer war es das Tanzorchester Helmut Opel, das mit seinen Bühnenschauen Mitte der 50er Jahre ganz neue Akzente im Veranstaltungswesen setzte. Wir haben doch auch heutzutage hervorragende Ensembles, die mit ihren Bühnenschauen den praktischen Teil einer gezielten Nachwuchs-Ausbildung übernehmen könnten und dieses sicherlich auch sehr gern täten. Darauf einen Amiga-Cocktail! Wohl bekomm 's!
Heinz Quermann

Mehr Informationen
ArtikelnummerAmiga 8 55 871 (8 50 871)
ProduktnameAmiga Cocktail 1957-1958
Preis14,90 €
LieferzeitIm Schallplattenladen Stralsund
InterpretVarious Artists
Name - TitelAmiga Cocktail 1957-1958
LabelAMIGA
MedientypLP / Vinyl 12"
Vinylgewicht pro Schallplatte140 gramm
Anzahl der Platten1
BeilagenKeine
Release-Datum1981
Allgemeiner PlattenzustandGebraucht
Zustand TonträgerVery Good + (Sehr gut)
Zustand CoverVery Good + (Sehr gut)
PlattenreinigungReinigung mit Plattenwaschmaschine Double Matrix Professionel Sonic (Clearaudio)
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