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Terzett - Musical von Helmut Bez, Jürgen Degenhardt, Gerd Natschinski

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Terzett - Musical von Helmut Bez, Jürgen Degenhardt
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Terzett - Musical von Helmut Bez, Jürgen Degenhardt, Gerd Natschinski

9,95 €

TERZETT
Musical von Helmut Bez und Jürgen Degenhardt
Musik: Gerd Natschinski
Gesangstexte: Jürgen Degenhardt

Florian Faber             Peter Wieland
Leila                             Dagmar Frederic
Otti                               Chris Doerk
Corbatty                      Rolf Herricht
Reiseleiterin               Dagmar Gelbke
Touristen und Burggespenster         City-Singers
Großes Rundfunk-Orchester Berlin
Dirigent: Gerd Natschinski

Querschnitt
Seite 1
Tourismus - Chor
So war der Graf von Gleichen - Florian, Leila
Die erste Nacht gemeinsam mit dir - Leila
Für mich sind die Männer erledigt - Otti, Leila
Der Mann, der mir gefällt - Otti
Die Vielweiberei - Corbatty
Was soll die Komödie? - Otti, Leila
Es gab kein Happy-End - Florian, Chor
Mit dir nicht verheiratet zu sein - Otti, Florian

Seite 2
Ein Mann zu sein - Florian
Sag es mir mit Küssen - Leila, Florian
Die Erotik in der Gotik - Leila, Otti, Chor
Warum sind Frauen so kompliziert? - Florian
Sagenhaft - Florian, Otti, Leila, Reiseleiterin, Chor
Rache ist süß - Leila, Otti
Komm mit mir - Leila
Finale - Otti, Leila, Florian, Corbatty, Chor
Gemeinschaftsaufnahme mit dem Rundfunk der DDR

Auf der Burg Gleichen in Thüringen lebte im 13. Jahrhundert ein Graf Ernst von Gleichen. Der Legende zufolge ist er mit zwei  Frauen  zu  gleicher Zeit verheiratet gewesen, und zwar — und darin sind sich alle Berichte einig - recht glücklich. Er war seinem Kaiser in den Kreuzzug gefolgt, dabei in die Hände des  Sultans gefallen  und von  dessen Tochter Melechsala, die sich heftig in den Grafen verliebt hatte, aus der Gefangenschaft  befreit worden. Aus Dankbarkeit (und natürlich Liebe, wie wir unterstellen dürfen) hatte er sie bei einem Zwischenaufenthalt in Rom  mit Erlaubnis des Papstes geheiratet. Ottilia, die treue Gattin des Grafen, schloß den Langentbehrten und auch dessen Zweitfrau freudig  in die Arme. Schauplatz der in unseren Tagen spielenden Handlung  ist die Burg Gleichen. Sie wird von einem Burgwart  namens  Corbatty betreut, einer etwas merkwürdigen Erscheinung: altfränkisch-liebenswürdig und spinnös - das Alter ist bezeichnenderweise als zwischen 50 und 1000 liegend angegeben. Dieser Burgwart ist genötigt,  den durchreisenden (oder vielmehr: durcheilenden) Touristengruppen die Geschichte des zweibeweibten Grafen als Legende vorzutragen, wo er doch  nichts sehnlicher wünscht, als sie endlich als ein  historisches Faktum behandeln zu dürfen. Eines Tages erscheint auf der Burg der Archäologe Dr. Florian Faber. In seiner Begleitung befindet sich die attraktive Ägypterin  Leila —  seine Dolmetscherin während der letzten Forschungsreise. Beide möchten auf dieser Burg ein paar Tage romantischen Glücks verbringen. Corbatty zeigt sich sehr aufgeschlossen und hilfsbereit, zumal er Leila, die ihn in Aussehen und Wesen sofort an die selige Melechsala erinnert, gleich ins Herz schließt. Schockierend für die beiden Verliebten ist es allerdings, daß ausgerechnet Florians Frau Ottilie (kurz Otti genannt) auf der Burg arbeitet (im Auftrag des Amtes für Denkmalspflege) und zu allem  überfluß auch dort wohnt. Die Vorgeschichte wird offenbar:  Otti  hatte einst Florians wegen das Studium  der Kunstgeschichte abgebrochen,  um sich voll und ganz ihrem Mann widmen  zu   können.   Florian,  der zunächst dieses Opfer mit Wohlgefallen angenommen und die damit verbundenen Annehmlichkeiten genossen hatte, war im Laufe der Jahre immer mehr zu der Überzeugung gelangt, daß er in einer solchen Ehe, wie beide sie führten, auf die Verwirklichung  seiner Träume verzichte und die Lust am Abenteuer und am Abenteuerlichen allabendlich in die vorgewärmten Filzpantoffel stecke. So war die  Krise beharrlich auf sie zugekrochen, aber die bei beiden zum Glück vorhandene Vernunft hatte sie ein Abkommen schließen lassen: Trennung auf Probe. Ein Jahr lang wollten die beiden sich  Zeit  lassen,   sich   unabhängig   voneinander darüber klar zu werden, ob die Liebe stärker sei als alle sachlichen Differenzen. In diesem Probejahr hat Otti nun, inzwischen zu nützlichen Erkenntnissen gelangt, einen neuen beruflichen Start gesucht, um sich wieder auf eigene  Füße stellen zu  können. Für Florian hingegen war die Begegnung mit Leila der entscheidende Punkt. Die einzig  mögliche Konsequenz schien ihm die endgültige Trennung von Otti. Aber dieses unvermutete Zusammentreffen beseitigt merkwürdigerweise alle scheinbar vorhandenen Klarheiten. Otti, die glaubte, ihren  Mann bereits ohne seelischen Schaden aus ihrem Leben gestrichen zu haben, merkt, daß sie ihn noch liebt. Florian spürt. daß er mit seiner Frau in keinem Belang innerlich fertig ist Sie steht plötzlich in ganz neuem Licht vor ihm. Die. die ihm hausbocken, brav und bieder schien, resigniert nicht angesichts der Nebenbuhlerin. ,Kriecht nicht in den Schmollwinkel, sondern tritt zum Kampf an und entwickelt erstaunliche Potenzen an Charme, Witz und Sex.
Und Leila? Sie, die sich ihrer Sache absolut sicher fühlte, die Florian erotisch völlig in der Tasche zu haben vermeinte, muß auf einmal alle — nicht unerheblichen — Reserven mobilisieren, um im Rennen zu bleiben.
Gute Vorbedingungen für ein hitziges und prickelndes Gefecht!  Die Chancen sind gerecht verteilt, Punktgewinne werden im Gegenzug wettgemacht, Vorteil und Einstand jagen einander. Die pikante Konstellation hat pikante Situationen zur Folge - und dies vor allem nicht nur am Tage. Nach  Überwindung des ersten Schrecks zeigt sich Florian - von dem einschlägig vorbelasteten Corbatty gestützt, bestärkt und gar getrieben  -, wie er meint, von seiner männlichsten Seite. Die Anforderungen aber sind hart. Auch  im  Schlaf findet er keine  Ruhe, die Probleme folgen ihm. In den Träumen schlüpfen sie nur  in  ein  historisches  Gewand:  der Graf von Gleichen  und  seine  beiden  Frauen.  Die  Historie ist gar nicht die Historie, sondern nur die Spiegelung der realen gegenwärtigen Lage. So kommt Florian schließlich in Schwierigkeiten. Momente des seelischen Höhenflugs wechseln mit denen des finsteren Zweifels. Er steht zwischen zwei  Feuern  und weiß nicht, an welchem er sich  die Finger verbrennen  soll. Bis es ihn wie eine Erleuchtung  (bei der selbstverständlich Corbatty die Lampe hielt!) überkommt: Otti plus Leila! Durch Addition würde aus ihnen das optimierte v/eibliche Wesen, das ihn in seiner Männlichkeit bestätigen müßte! Aber die beiden Frauen machen da nicht mit. Denn: jede will ihn für sich. Wie soll Florian aus diesem Dilemma herausfinden? Es geht den Autoren nicht unbedingt darum, ihm eine Lösung zu offerieren. Sie halten es sogar für vermessen, irgendetwas als probat zu empfehlen. Letztlich soll hier eine Sache von allerlei Gesichtspunkten aus bei unterschiedlichstem Licht (oder auch im Dunkel spannungsgeladener Nächte) heiter unter die Lupe genommen werden. Die diversen Möglichkeiten werden spaßeshalber mal vorgezeigt und mit den Reizen wird nicht gegeizt. Es geht um das menschliche Zusammenleben unter erschwerenden Bedingungen — unter denen der Liebe.
Helmut Bez (1975)
Das Musical TERZETT wurde am  15. Juni  1974 in der Musikalischen Komödie Leipzig unter der Regie von Wolfgang Weit und unter der musikalischen Leitung des Komponisten  uraufgeführt.
Musikregie: Hans-Ulrich Brandt
Tonregie: Werner Holke

Mehr Informationen
ArtikelnummerNova 8 85 084
Preis9,95 €
InterpretVarious Artists
PlattennameTerzett - Musical von Helmut Bez, Jürgen Degenhardt, Gerd Natschinski
EAN NummerNicht verfügbar
PlattenlabelAndere
PlattentypLP / Vinyl 12"
Vinylgewicht pro Schallplatte180 gramm
Anzahl der Platten1
BeilagenNicht verfügbar
Release Jahr1975
Allgemeiner PlattenzustandGebraucht
Zustand TonträgerNicht verfügbar
Zustand CoverNicht verfügbar
PlattenreinigungNicht verfügbar
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