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Neue Deutsche Volkslieder Nach Gedichten Von J.R. Becher

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Neue Deutsche Volkslieder Nach Gedichten Von J.R. Becher
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Eisler  Neue deutsche Volkslieder (Johannes R. Becher)

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Eisler  Neue deutsche Volkslieder (Johannes R. Becher)
Seite 1
Die alten Weisen (Nr. 1a)
Volkes eigen
(Nr. 2)
Die Welt verändern wir
(Nr. 3)
Wir reichen euch die Hand
(Nr. 16)
Wenn Arbeiter und Bauern
(Nr. 4)
Im Frühling
(Nr. 5)
Lied von der blauen Fahne
(Nr. 6)
Heimatlied
(Nr. 7)
Das ferne Lied
(Nr. 8)

Seite 2
Straße frei!
(Nr. 9)
Dank euch, ihr Sowjetsoldaten
(Nr. 9a)
Hymne auf die UdSSR
(Nr. 10)
Lenin
(Nr. 11)
Deutschland
(Nr. 12)
Gesang vom Lernen
(Nr. 13)
Das Wunderland
(Nr. 14a)
Zeit zum Wandern
(Nr. 15)
Weihnachtslied
(Nr. 17)
Kinderlied zu Weihnachten
(Nr. 18)

Roswitha Trexler, Sopran
Hermann Hähnel, Bariton
Jutta Czapski, Klavier
Großer Chor des Berliner Rundfunks
Kinderchor des Deutschlandsenders
Choreinstudierung: Manfred Roost
Mitglieder des Berliner Rundfunk-Sinfonie-Orchesters
Dirigent: Dietrich Knothe
Aufgenommen Mai/Juni 1971
Musikregie: Eberhard Geiler
Tonregie: Eberhard Richter
In Zusammenarbeit mit dem Hanns-Eisler-Archiv der Deutschen Akademie der Künste Berlin DDR 1971
Titelseite: Womacka, Mädchen mit Taube, Farblithographie, 1959 Reproduktion: Heinz Nixdorf Gestaltung: Christoph Ehbets
„Wir haben ein Volksliederbuch geschrieben“, bekannte Hanns Eisler einem Redakteur der Zeitschrift „Sonntag" im Februar 1950. Und Johannes R. Becher schrieb am 6.2.1950 voller Enthusiasmus in sein Tagebuch: „Dem Volk ein Lied geben - was kann es Höheres geben für einen Dichter. Als Namenloser ins Volk eingehen und von ihm als Lied weitergetragen werden: das ist wahrer Ruhm, und das ist Unsterblichkeit." Im Vorwort zur ersten Ausgabe der Neuen deutschen Volkslieder bedauert Becher die Verkümmerung des deutschen Volksliedes in den zurückliegenden Jahren und den Mangel an Bereicherung des Volksliedschatzes; er folgert: „Nun ist es Zeit, dieses Versäumte nachzuholen und dem Volkslied wieder den Platz zu erobern, der ihm zukommt. Das Volkslied soll seinen Platz finden in den Herzen der Menschen, die ein neues Leben schaffen. Wir wollen wieder singen lernen, und ein Lied der Freiheit und des Friedens soll es sein." Mit ihren neuen Volksliedern wünschen sich die Verfasser, Eingang in die Gedanken und Herzen vieler junger Menschen zu finden. Um derartige Lieder schaffen zu können, äußerte Becher in einem Interview, muß der Künstler engstens mit dem Leben des Volkes verbunden sein, er muß das Leben des Volkes intensiv miterleben.
Es war die Zeit des 1. Deutschlandtreffens der Jugend zu Pfingsten 1950 in Berlin, an dem viele Hunderttausende Mädchen und Jungen aus der DDR, aus Westdeutschland und Westberlin teilnahmen, um für Frieden und für ein demokratisches Deutschland zu demonstrieren. Johannes R. Becher und Hanns Eisler wurden vom Zentralrat der Freien Deutschen Jugend gebeten, diesem Anlaß ein Lied zu widmen. So entstand das „Lied von der blauen Fahne", das bis heute zu den populärsten Jugendliedern zählt und ein echtes sozialistisches Volkslied geworden ist. Angeregt durch das Bild Hunderter junger Menschen, die den Schutt der zerbombten Berliner „Maikäferkaserne" wegräumten, um Platz für eine neues Sportstadion - das heutige Walter-Ulbricht-Stadion -zu schaffen, wollte der Dichter der Jugend zum Pfingsttreffen „eine ,blaue Fahne' schenken". Aus Freude am gemeinsamen Schaffen und überzeugt von der Nützlichkeit und Notwendigkeit beschlossen Becher und Eisler, eine umfangreiche Sammlung mit Liedern verschiedenster Art zu schreiben. So entstanden innerhalb von knapp zwei Wochen die ersten 15 Lieder mit Klavierbegleitung, oft zwei an einem Tag. Eine zweite Folge erschien 1950 und 1951 in zwei Heften mit je 2 Liedern, und 1951 wurde eine Auswahl von 9 Liedern als Partitur für Gesang und kleines Orchester herausgegeben. Schon im Mai 1950 konnte man eine Anzahl der Lieder auf 78er-Schallplatte mit Ernst Busch, Anny Schlemm und dem Jugendchor des Mitteldeutschen Rundfunks unter Hans Sandig hören. Seitdem sind die Lieder in Funk und auf Platte in unterschiedlichen Darbietungen produziert worden. Vor allem die klassische Interpretation Ernst Buschs trug zu der großen Verbreitung dieser Lieder bei.
Durch den ganzen Zyklus zieht sich das Bestreben des Dichters und des Musikers, der Jugend ein neues Heimatgefühl zu geben, die Liebe zu einem neuen Deutschland, das aus Schutt und Trümmern geboren wurde und das von den Werktätigen unter Führung der Arbeiterklasse zu einem wahrhaften Friedensstaat, dem ersten in der deutschen Geschichte, geformt werden mußte. Aus den Liedern klingt aber auch Zorn und Schmerz über die Schuld und Schande, die der Faschismus über Land und Menschen verbreitet hatte und die nur durch gute Taten zu tilgen war.
In seinen Vertonungen strebt Eisler vor allem Volkstümlichkeit und leichte Faßlichkeit an;jedes Lied hat sein eigenes Profil. Unter den gesellschaftlichen Bedingungen der Gegenwart setzt Eisler die klassische deutsche Liedtradition eines Schubert, Silcher, Mendelssohn und Brahms bewußt fort; er bereichert sie, indem er durch Verbindung von Elementen und Intonationen des deutschen Volks- und Arbeiterliedes einen neuen, unserer sozialistischen Epoche gemäßen Intonationstyp schafft.
„DIE ALTEN WEISEN": Durch seine volkstümliche Sprache, die rhythmisch gleichmäßige und durchsichtige Melodieführung, überhaupt in seiner ganzen Stimmung steht das Lied dem deutschen Volkslied nahe. In seiner ruhigen Besinnlichkeit erinnert es an Lieder wie „Der Mond ist aufgegangen" vom Ende des 18. Jahrhunderts. - Das Lied „VOLKES EIGEN" ist ein Kampflied, das dem deutschen Arbeiterlied verwandt ist und in seiner musikalischen Gestaltung dem Anliegen der Verse entspricht. Durch seine Mehrteiligkeit, die angefügte Coda und den Wechsel von Solist und Chor erhält das Lied einen kantatenmäßigen Aufbau. - „DIE WELT VERÄNDERN WIR": In den ersten beiden Strophen ist die düstere Stimmung der letzten Kriegsjahre eingefangen. In lebhaftem Kontrast hierzu zeigt der Chorrefrain den Ausweg durch eigene Anstrengungen beim Aufbau eines neuen Lebens. Die Schlußworte bleiben musikalisch offen, auf der Sekunde verharrend, um so den beständigen, keineswegs abgeschlossenen Pro-zeß des Sich-Veränderns anzudeuten. - „WIR REICHEN EUCH DIE HAND" erschien zusammen mit „Dank euch, ihr Sowjetsoldaten" als zweite Folge, Heft 2 der Volkslieder. Es ist ein einfaches Strophenlied, in dem Zuversicht und Kraft des werktätigen Volkes ihren Ausdruck finden. - Auch im Lied „WENN ARBEITER UND BAUERN" werden deutsche Kampfliedtraditionen der 20er und30er Jahre wach. Doch nicht der schwere Marschtritt der kämpfenden, noch unterdrückten Arbeiterklasse, sondern ein fröhlicher und leichter Marsch ist es, in dem sich die Freude über die endlich errungene Arbeitermacht ausdrückt. - „IM FRÜHLING": Die beschwingten Melodiezeilen zu Beginn weisen auf Intonationen des deutschen Natur- und Wanderliedes; die Anfangstakte mit dem typischen Sextsprung erinnern an Lieder wie „Wenn des Frühlings Zauberfinger" („Schöner Mai, holder Mai") oder „Ein Sträußchen am Hute". Der zweite, kontrastierende Teil will in seiner getragenen Melodieführung als ernste Mahnung verstanden sein; er steigert sich zum hymnischen Pathos der Schluß-takte. - Das schon erwähnte „LIED VON DER BLAUEN FAHNE" ist ein frisches Jugend- und Demonstrationslied, das sich in seiner Struktur und Intonation an das Arbeiterlied anlehnt. Seine Melodie ist vorwiegend auf Dreiklangsthematik aufgebaut, ein typisches Merkmal für das neuere deutsche Volkslied. Die instrumentale Einleitung bezeichnete Becher als „... zauberhaftes Zwitschern und Frohlocken". - Das lyrische „HEIMATLIED" ist von schlichtem, volksliedhaftem Pathos erfüllt. Durch Verbindung des Begriffs „Heimat" mit „Arbeitermacht" wurde hier ein sozialistisches Heimatlied mit neuem, zeitgemäßem Inhalt geschaffen. - „DAS FERNE LIED" beschwört Erinnerungen an die grauenvolle Nacht des Faschismus herauf. Auch die Musik ist von tiefer Gedanklichkeit erfüllt, hellt sich jedoch in den letzten'Takten stufenweise auf und klingt optimistisch in C-dur aus.
„STRASSE FREI" gibt sich in seiner Faktur als Marschierlied unbeschwerter und beschwingter. -Anregung zum Lied „DANK EUCH, IHR SOWJETSOLDATEN" erhielt Johannes R. Becher aus einer Rede Otto Grotewohls, in der es lautete: „Gedenkt des Tropfen Blutes des russischen Soldaten, der in allem, was wir tun, enthalten ist." Das Lied ist Teil der Kantate „Mitte des Jahrhunderts" für Solo, Chor und Orchester, die von Hanns Eisler auf Texte von Becher 1950 komponiert wurde. - Mit der „HYMNE AUF DIE UdSSR" haben Becher und Eisler ein leidenschaftliches Bekenntnis abgelegt; mit ihrer innigen Melodik widerspiegelt sie die Liebe und Verehrung für ein Volk, das der Macht des Faschismus getrotzt und die Völker der Welt von diesem Grauen befreit hat. - „LENIN": Über den fieberhaft drängenden, vibrierenden Triolen der ostinaten Streicher, Trommeln und Pauken erhebt sich eine schlichte, kraftvolle Weise zu den herrlichen Worten Johannes R. Bechers, mit denen er Lenin charakterisiert und in seiner Größe darzustellen versucht, -Beim Vortrag des Liedes „DEUTSCHLAND" durch Ernst Busch fühlte Becher stets seine „Verbannungszeit zum Klingen" gebracht. Die elegische Stimmung beherrscht auch die Musik in ihrer ergreifenden Schlichtheit. „Rembrandtsches Hell-Dunkel" empfand der Dichter, als er Deutschland seine Trauer und sein Fröhlichsein nannte. Diesen „Dämmerschein", so kommentiert Brecht, hatte der Dichter zweimal über seinem Land erlebt: einmal „als es dem Faschismus anheimfiel, der Unmensch-lichkeit", und einmal „als der Morgen des Sozialismus begann". - Im „GESANG VOM LERNEN" spiegelt sich die neue, lernbegierige Jugend, die viel wissen muß, um Altes zu überwinden und eine friedliche Zukunft aufzubauen. Ungeduldiges Vorwärtsdrängen wird durch die Sprunghaftigkeit der Melodieführung und durch gezupfte Streicherakkorde wirkungsvoll unterstützt. - Das „WUNDERLAND" klingt in der Melodieführung, aber auch in der volkstümlichen Sprache Bechers deutlich an Suchers und Heines Lied von der „Lorelei" mit ihrem „Märchen aus uralten Zeiten" an. Im zweiten Teil des Uedes führen Solist und Chor zurück in die Wrklichkeit und damit zum inhaltlichen und musikalischen Höhepunkt. - „ZEIT ZUM WANDERN" ist ein fröhliches Sportlied. Der leichte, beschwingte Mittelteil steht in lebhaftem Kontrast zu dem etwas schwereren Marschrhythmus, der durch die prononcierte Betonung der einzelnen Wortsilben noch unterstrichen wird. - Als 1. Heft der 2. Folge entstanden Mitte Oktober 1950 das „WEIHNACHTSLIED" und das „KINDERLIED ZU WEIHNACHTEN". In diesen beiden Friedensliedern knüpfen die Autoren bewußt an den menschenverbindenden Gedanken des traditionellen Weihnachtsfestes an. Eisler verarbeitet im ersten Lied leicht abgewandelte Zitate aus bekannten Weihnachtsliedern wie „In dulci jubilo" und „Es ist ein Ros' entsprungen". Indem die Koda einige Takte aus „Stille Nacht, heilige Nacht" mit dem musikalischen Zitat „Seid umschlungen, Millionen" aus Beethovens 9. Sinfonie verbindet, führt sie uns über die Schranken der traditionellen Festauffassung hinaus zu den humanistischen Ideen der fortschrittlichen Menschheit.
Inge Lammel

Mehr Informationen
ArtikelnummerNova 8 85 021
Preis13,95 €
InterpretVarious Artists
PlattennameNeue Deutsche Volkslieder Nach Gedichten Von J.R. Becher
EAN NummerNicht verfügbar
PlattenlabelAndere
PlattentypLP / Vinyl 12"
Vinylgewicht pro Schallplatte180 gramm
Anzahl der Platten1
BeilagenNicht verfügbar
Release Jahr1971
Allgemeiner PlattenzustandGebraucht
Zustand TonträgerNicht verfügbar
Zustand CoverNicht verfügbar
PlattenreinigungNicht verfügbar
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