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Eisler - Klavierstücke Für Kinder Ouvertüre Für 2 Klaviere Dritte Klaviersonate Thema Und Variationen Fuge G-Moll

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Eisler - Klavierstücke Für Kinder
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Eisler - Klavierstücke Für Kinder Ouvertüre Für 2 Klaviere Dritte Klaviersonate Thema Und Variationen Fuge G-Moll

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Hanns Eisler 1898-1962

Seite 1
1. Klavierstücke für Kinder op. 31 (1935)
I.   Thema mit Variationen
II.  Sieben Klavierstücke
Allegretto
Marsch
Andantino
Praeludium I
Praeludium II
Fughetta
Scherzo

2. Sieben Klavierstücke op. 32
1.  Invention
2.  Allegretto
3.  Allegro moderato
4.  Chaconne. Andante con moto
5.  Allegretto scherzando
6.  Andante con moto
7.  Rondo. Allegretto

3.  Sonatine op. 44
Gradus ad parnassum
1.  Andante
2.  Allegretto scherzando
3.  Larghetto
4.  Allegro comodo

4.  Ouvertüre für 2 Pianos

5.  Fuge g-moll

6.  Fuge B-dur


Seite 2
7.  Dritte Sonate (1943)
1.
2.  Adagio
3.  Allegro con spirito

8. Variationen  (1941)

Gerhard Erber. Klavier (1, 2,4-6)
Walter Olbertz, Klavier (3.4. 7,8)

Aufgenommen 1971 und 1974/75
Musik- und Tonregie: Horst Kunze
In Zusammenarbeit mit dem Hanns-Eisler-Archiv der Akademie der Künste der Deutschen Demokratischen Republik
Wissenschaftliche Berater: Dr. Jürgen Eisner, Dr. Günter Mayer Autor der Einführung: Dr. Eberhard Klemm
Titelseite: Conrad Felixmüller Ruhrgebiet
Gestaltung: Christoph Ehbets
Den Klavierstücken op. 8 (1925), dem letzten Klavierwerk aus Eislers früher Schaffensperiode, ist anzumerken, daß das Interesse, noch etwas Stichhaltiges fürs Klavier zu komponieren, zu erlahmen begann. Hinzu kam, daß das Klavier in den fortschrittlichen Künstlerkre sen, denen sich Eisler in Berlin angeschlossen hatte, immer mehr in Verruf kam. Es galt als bürgerliches Instrument. Tatsächlich schrieb Eisler in der Kampf musikperiode zwischen 1927 und 1933 weder Klavier- noch Kammermusik. Diese Enthaltsamkeit dem Klavier gegenüber gab Eisler erst im Exil wieder auf, als sich die Schaffensbedingungen einschneidend änderten.
Die auf dieser Schallplatte vereinigten Klavierwerke entstanden sämtlich während dei Emigrationszeit. Fünf davon - die Klavierstücke op. 31 und op. 32, die Sonatine op. 44 und die beiden Fugen sind für pädagogische Zwecke geschrieben. Von den anderen Kompo sitionen ist nicht bekannt, ob sie sich - wie meistens bei Eisler - konkreten Anlässen verdanken. Daß die Ouvertüre für zwei Klaviere „angewandte" Musik ist, ist zu vermuten.
Die 18 Klavierstücke op. 31, die Sieben Klavierstücke op. 32 und die Sonatine op. 44 bilden die ersten drei von vier Heften, die den Arbeitstitel „Pädagogische Musik" tragen. An dieser Reihe, die möglicherweise noch in Deutschland begonnen wurde, arbeitete Eisler im Pariser Exil 1933 und im Mai 1934. Wie er in einem Entwurf zu einer Vorbemerkung zum vierten Heft der „Pädagogischen Musik" (Präludium und Fuge über B-a-c-h für Streichtrio op. 46) schrieb, hat er in den ersten drei versucht, „eine kleine praktische Kompositionslehre für Kinder zu geben"; sie sollten aber „gleichzeitig als Instrumentaletüden brauchbar sein". Das erste Heft - auch unter dem Titel „18 kleine Klavierstücke für Kinder" bekannt -enthält zunächst Thema mit zehn Variationen (in der Ausgabe des Staatsverlages Moskau, von dem Eisler den Kompositionsauftrag erhielt, und in der Neuausgabe bei der Edition Peters, Leipzig, wurde die achte Variation weggelassen, die zehnte als Coda bezeichnet). Das Thema ist marschartig und wird einstimmig vorgetragen. Die Variationen erhalten entweder eine schlichte akkordische Begleitung oder sind zweistimmig-imitatorisch angelegt. Sie wenden sich an sechsjährige Schüler. Zur Zeit der Komposition dieser Stücke arbeitete Eisler auch an der Musik zu dem französischen Tonfilm „Dans les rues". Hier finden wir das Thema und vier Variationen in orchestraler Fassung wieder. (Sie dienen da als Begleitung einer Liebesszene.) Die Reihenfolge der sieben anderen kleinen Stücke aus dem ersten Heft der „pädagogischen Musik" ist sicher nicht verbindlich, ihr musikalischer Zusammenhang jedoch ganz deutlich. Beinahe alle vorkommenden Motive sind mindestens auf eine Art miteinander verwandt, wobei die alte kontrapunktische Verfahrensweise der Inversion (oder Umkehrung) eine große Rolle spielt. Das Kind solcher außer Fingerfertigkeit „musikalischen Zusammenhang" lernen - Eisler sprach in Übereinstimmung mit Musikanalytikern von „musikalischer Logik". Daß sie nicht auf trockene Weise gelehrt wird, versteht sich bei Eisler von selbst.
Die Sieben Klavierstücke op. 32 - das zweite Heft - sind spieltechnisch schon um einen Grad schwieriger als der vorhergehende Zyklus. Sie sind aus einer Überlegung entstanden, die Eisler in dem bereits erwähnten Entwurf so formulierte: „Selbst die Kinderstücke der besten Autoren begehen denselben Fehler, den etwa ein schlechter Lehrer begehen würde, wenn er mit einem Kind in einer die Kindersprache nachahmenden Sprache sprechen würde." Ein Vergleich einiger Stücke (Nr. 2, 5 und 7) mit solchen aus dem fast zur gleichen Zeit entstandenen „Mikrokosmos" von Bela Bartók wäre sicher sehr reizvoll. Im Zentrum des Zyklus steht freilich ein Gebilde, das bei Bartók nicht vorkommen könnte. Es ist eine Chaconne (man könnte darüber streiten, ob es nicht ehe reine Passacaglia ist), bei der sich das Spiel der rechten Hand streng aus dem neun-tönigen Baßthema - es wird auch neunmal durchgeführt - entwickelt.
Die Sonatine op. 44 trägt den lateinischen Untertitel „Gradus ad parnassum" (Schritte zum Parnaß, dem Sitz Apolls und der Musen). Obwohl das Werkchen weder mit der gleichnamigen kontrapunktischen Abhandlung von Johann Joseph Fux (1725) noch mit der gleichnamigen Sammlung von Klavieretüden Muzio CIementis (1817) konkurrieren will, sind beide Intonationen - zu theoretischer wie zu praktischer Vollkommenheit zu führen - in ihm festgehalten. Was das Quasitheoretische betrifft, so hat Eisler hier - wie schon in dem Stück Nr. 6 aus op. 32 - durchweg die Zwölftontechnik angewandt. Er wollte „jungen Menschen beweisen, daß man mit der Zwölftontechnik in einer einfachen, leichtverständlichen, logischen Weise musizieren kann". Und er wollte das beweisen, weil er davon überzeugt war, „daß diese Technik noch eine große Rolle in der Zukunft spielen wird". Daß die Sonatine, deren vier Sätzen die gleiche Reihe zugrunde liegt, stellenweise etwas spröde klingt, mag mit der vorab didaktischen Verwendungsweise der Zwölftontechnik zusammenhängen. In späteren Werken wird die Technik verbindlicher, weil notwendiger, und damit der „Ton" flexibler.
Die Ouvertüre für zwei Klaviere entstand zwischen 1940 und 1945 im amerikanischen Exil. Sie könnte als Ouvertüre zu einem Schauspiel aufgeführt worden sein. Näheres ist bisher nicht eruiert worden. Das dreiteilige, klar gegliederte Stück verzichtet auf alles Schmückende, Schwelgerische. Es erinnert in vielem an den Stil der Sieben Stücke op. 32. Er ermöglicht es, ein Thema vom anderen abzuleiten, es umzukehren, ein Fugenthema zu bilden (in diesem Fall ein Thema für ein Fugato - es steht in der Mitte der beiden Eckteile). Die Ouvertüre ist kaum mit spieltechnischen Schwierigkeiten belastet. Oft dient das eine Klavier lediglich zur Verdopplung des anderen. Man könnte den musikalischen Inhalt ohne Verlust auf ein Klavier reduzieren.
Die beiden Fugen in g-moll und B-dur entstanden 1946 vermutlich für Lehrzwecke. Das ziemlich ausgedehnte g-moll -Stück ist dreistimmig und bewegt sich im Zeitmaß eines Andante.
Eisler hat es 1951 für Streichorchester bearbeitet. In dieser Fassung dient es als Eröffnungssatz für das Orchester-Triptychon „Das Vorbild".
Die Dritte Klaviersonate aus dem Jahre 1943 ragt als ein außergewöhnliches Werk hervor. Sie ist in mancher Hinsicht sogar eine Überraschung. Sie ist leidenschaftlicher als vieles andere davor, man hört „Wienerisches", und es überwiegen scharfe harmonische Ballungen (in dieser Hinsicht sind sich die Ecksätze ziemlich ähnlich). Obwohl in dem Werk mit den Tönen von Motiven gearbeitet wird, klingt es weniger „gearbeitet", sondern spontaner als manches Frühere, und es fehlen gänzlich die didaktischen Züge. Zumal der langsame Mittelsatz, der ein langes Thema mehrmals durchführt und imitatorisch Motive aus ihm abspaltet, ist im doppelten Kontrapunkt geschrieben. Trotzdem konnte hier Eisler auf die Zwölftontechnik verzichten.
In den Variationen für Klavier wird sie jedoch wieder verbindlich eingesetzt. Das dreiteilige Thema ist lang und - weil es in sich schon variiert ist - kompliziert. Es folgen elf Variationen und eine Coda; die neunte wirkt als Reprise. Das Ohr müßte lernen, die sehr unterschiedenen, trotzdem nicht leicht faßlichen Variationen des Themas in Beziehung zu setzen mit den Variationen qua Transformationen der Reihe. Ungewöhnlich: Das Werk besitzt drei Finalsätze; den dritten - ein Presto - nannte Eisler im Manuskript „Brillante Fassung". Aufschlußreich ist dort ein anderer Hinweis: Das erste Finale, mit dem Trauermarsch (Marcia funebre) in der Mitte, ist überschrieben mit „Trauermusik (für Grefe)". In einer Fußnote steht: „Gestorben auf der Flucht an Tuberkulose." Grete ist Brechts Mitarbeiterin Margarete Stettin (geb. 1908), die am 4. Juni 1941 in Moskau starb.

Mehr Informationen
ArtikelnummerNova 8 85 092
Preis13,95 €
InterpretVarious Artists
PlattennameEisler - Klavierstücke Für Kinder Ouvertüre Für 2 Klaviere Dritte Klaviersonate Thema Und Variationen Fuge G-Moll
EAN NummerNicht verfügbar
PlattenlabelAndere
PlattentypLP / Vinyl 12"
Vinylgewicht pro Schallplatte180 gramm
Anzahl der Platten1
BeilagenNicht verfügbar
Release Jahr1975
Allgemeiner PlattenzustandGebraucht
Zustand TonträgerNicht verfügbar
Zustand CoverNicht verfügbar
PlattenreinigungNicht verfügbar
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