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Eine Amsel in Der Luft - Die Hallenser Madrigalisten Singen

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Eine Amsel in Der Luft - Die Hallenser Madrigalisten Singen

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Eine Amsel in der Luft - Die Hallenser Madrigalisten singen Werke von Bimberg, Domhardt, Eisenhardt, Erdmann, Kirmße, Ohse, Schmidt und Schwaen

Seite 1
1.  Günther Erdmann (geb. 1939)
Wasser murmelt, Wasser rieselt
Zyklus für gemischten Chor nach finnischen, französischen und deutschen Volksdichtungen
1.   Hei, hei, tandaradei - Finnisch
2.  Der Wächter, der blies an den Tag - Deutsch
3.  Mädchen, ihr süßen - Französisch
4.  Du bist min - Deutsch
5.  Wasser murmelt, Wasser rieselt - Finnisch

2.  Siegfried Bimberg (geb. 1927)
Drei Chorlieder
1.   Herbstlied (Nun ist der Herbst ein reifer Mann)
Text: Hildegard Maria Rauchfuß

2.  Als ich klein war, träumte ich vom Fliegen
Text: Hans Möskenthin
3.  Horch, die Flamme zischt
Text: Hildegard Maria Rauchfuß

3.  Reinhard Ohse (geb. 1930)
Zigeunerlieder Zyklus nach serbischen Volksdichtungen
Deutsche Nachdichtung: Hansegon Voigt
1.   Steh auf! (Steh auf, Weib!)
2.  Schlaflied (Ich hab' die Wiege unter'n Pflaumenbaum gestellt)
3.  Wenn der Sommer kommt
4.  Trotz (Zigeuner fallen in eine Schenke ein)
5.   Hochmut (Joi, Mutter, ich bin ein Zigeuner)
6.  Vorwurf (Weib, der Teufel möge dich und deine Mutter mir aus den Augen schaffen)
7.  Vorsicht (Treib zu)

4. Günther Eisenhardt (geb. 1933)
Ein Mensch
Text: Eugen Roth
1.   Verkannte Kunst (Ein Mensch, der sonst kein Instrument)
2.  Der Kenner (Ein Mensch sitzt stolz programmbewehrt)
3.  Theaterbilletts (Ein Mensch besitzt zwei Festspielkarten)

Seite 2
5.  Kurt Schwaen (geb. 1909)
Unterm Himmel, unter Sternen - Vier Lieder nach rumänischen Volksdichtungen
Deutsche Nachdichtung: Alfred Margul-Sperber
1.  Brennt das Lichtlein dunkel
2.  Unterm Himmel, unter Sternen
3.  Ich ging mit der Sense übers Land
4.  Sanfter, sanfter, süßes Bangen

6.  Herbert Kirmße (geb. 1924) Aus „Madrigale und Marginalien"
Text: Heinz Kahlau
1.  Der Rat (Was mir ein Zigeuner gesagt hat)
2.  Ermitage (Ermitage - Unter all diesen Gesichtern)
3.  Einer meiner Lehrer (Von meinem Großvater, dem Dachdecker)

7.  Helmut Schmidt (geb. 1950)
Riemenschneider - (Als er eines tags)
Text: Johannes R. Becher

8.  Gerd Domhardt (geb. 1945)
Assoziationen - Zyklus für gemischten Chor a cappella nach Worten von Heinz Czechowski und Kurt Bartsch
1.  Zu einer Radierung Goyas (Wenn die Vernunft schläft)
Text: Heinz Czechowski
2.  Brechts Tod (Die graue Jacke, Dächer, die Zigarre)
Text: Kurt Bartsch

3.  Amerikanischer Arbeitsmarkt (Vor den Arbeitsämtern)
Text: Kurt Bartsch
4.  Frühe (Der Fluß im Rauch der Frühe)
Text: Heinz Czechowski

Hallenser Madrigalisten
Kammerchor der Universität Halle
Dirigent: Siegfried Bimberg
Musikregie: Dagmar Vorwerk
Tonregie: Heinrich Eras

Aufgenommen Oktober 1979 im Studio Paul-Gerhardt-Kirche, Leipzig Nr. 3 und Nr. 7 Aufnahmen des Rundfunks der DDR
Foto: Hansjoachim Mirschel
Gestaltung: Bernd Sebald
Der 1962 entstandene Zyklus „Wasser murmelt, Wasser rieselt" von Günther Erdmann wurde 1969 erstmals veröffentlicht. Fünf heiter bewegte oder ruhig besinnliche Liebeslieder sind je nach ihrem Wortgehalt musikalisch so gestaltet, daß die vom Komponisten vermerkten Satzbezeichnungen Frisch (l) -Langsam (2) - Tänzerisch (3) - Wiegend, nicht zu langsam (4) - Lebhaft (5) insgesamt eine suitenähnliche Anordnung erkennen lassen. Eine Vorliebe für Taktwechsel in den schnellen Ecksätzen und dem tänzerischen Mittelteil unterstreicht temperamentvoll deren kecken, übermütigen Charakter. Um so eindrucksvoller wirken daneben die auf mäßigem Tempo und vorwiegend langen Notenwerten beruhenden melodisch klangvollen Teile 2 und 4; auch hier ist die Grundhaltung freundlich und beschwingt.
„Herbstlied" und „Horch, die Flamme zischt" von Siegfried Bimberg sind dem Zyklus „Daß im Herd die Glut uns kein Wind vertreibt" (1969) entnommen. Die kräftige Sprache der poetischen Texte zum Thema Herbst wird mit gut sangbarer, oft durch modale Wendungen geprägter Melodik stimmungsvoll ins Bild gesetzt. Zwischen diesen Chorliedern für gemischte Besetzung steht als klanglicher Kontrast das gleichstimmige „Als ich klein war, träumte ich vom Fliegen" (1963). Zahlreiche Synkopierungen machen die Eigenart des metrisch-rhythmischen Verlaufs aus.
Von ursprünglich elf Zigeunerliedern (1968) wurden nach dramaturgischen Gesichtspunkten und aufführungspraktischen Erfahrungen sieben zur hier vorliegenden Fassung des Chorzyklus zusammengestellt. Ohse trifft einfühlsam den wesentlichen Ausdruck urwüchsiger Zigeunerpoesie. Findigkeit, Glück, Trotz, Stolz, Hunger, Not sind die Themen, wie Momentaufnahmen von eindringlicher Bildhaftigkeit erstehen Lebensumstände der sich mit ihrer Umwelt auseinandersetzenden Zigeuner. Die stark vom Deklamatorischen beeinflußte Melodik entspricht mit ihrem modalen Einschlag dem Kolorit der Textaussage. Im Chorsatz werden öfter polyphon bedingte Techniken eingesetzt. Häufiger Taktwechsel und das Einbeziehen von für uns ungewohnten metrischen Gliederungen (5/8, 5/4, 7/8) sorgen für Lebendigkeit und wirksame Gegensätze. Ohse bezeichnet es als wichtiges Anliegen, in diesem Zyklus bei allen noch so unterschiedlichen Szenen und Stimmungen jeweils den Chorklang effektiv zur Geltung kommen zu lassen.
Die Stücke aus „Ein Mensch ..." - Fünf parodistisch-ironische Gesänge für gemischten Chor (1973) von Günther Eisenhardt, nehmen das nicht immer ungetrübte Verhältnis des Menschen zur Musik und zum Musikbetrieb pointiert aufs Korn. Mittel der Darstellung sind unter anderem imitierende Einsätze, kontrapunktische Arbeitsweise, Vokalisten als Begleitstimmen - auch zur Begleitung melodramatischer Passagen - sowie jeweils von den verschiedenen Stimmgruppen   ausgeführte rezitativähnliche Soli. Über allem aber steht das Gebot guter Textverständlichkeit, ja überzeichnender Textdeklamation.
Die viersätzige Komposition Schwaens (1959) bietet ideale Voraussetzungen für kammermusikalisches Musizieren. Es geht um Liebesklage, Fernweh, Hingabe, Heimatliebe. Mit dem ihm eigenen Melodieduktus, seinem Prinzip nachhaltiger Kundgabe durch mehrmaliges Wiederholen bestimmter Abschnitte, mit fast solistisch angelegter Stimmführung und streng wortgebundener metrisch-rhythmischer Vielfalt erreicht Schwaen eine Expressivkät, die beträchtliche Anforderungen an den Interpreten stellt; so in den Alt- und Soprankantilenen (4) oder in den Tenor-kantilenen über liegenden Baßquinten (3 und 4). Ein Chortutti im eigentlichen Sinne kommt nur kurz im zweiten, ausführlicher im vierten Satz als Finalwirkung zustande.
Bei den drei Sätzen aus „Madrigale und Marginalien" (1978) von Herbert Kirmße gruppieren sich lebhafte, handlungsreiche Titel um einen verhaltenen Mittelteil mit kontemplativem Charakter. Eine freundliche Grundhaltung geht von Heiter-Hintergründigem (l) über Nachdenklichkeit (2) zu heiter gelassenem Erzählton (3). Diesem Gestus entsprechen im ersten und dritten Teil Bewegungsvielfalt und satztechnische Differenzierung (Synkopierung, polyphone Faktur) als vorherrschende Gestaltungsmittel. In „Ermitage" hingegen führen homophone Fünf-stimmigkeit, der wenig gegliederte, ruhig durchlaufende Dreihalbetakt und eine stark auf Harmonik angewiesene Melodik zu einem homogenen stimmungsvollen Klangbild.
„Riemenschneider" (1976) wurde für die Hallenser Madrigalisten geschrieben. In der streng vierstimmigen Komposition bleibt die Architektur des Sonetts erhalten. Aus einer erzählenden Einleitung (Andante) entwickelt sich ein großer Spannungsbogen (Animato), in dem über einem unterbrochenen Orgelpunkt des Tenors zwei musikalische Gedanken verarbeitet werden („Und er schnitzte ihn aus Holz ...", Alt; „Alle Lasten ...", Sopran/Baß). Dieser Abschnitt führt zum Höhepunkt („Vom vielen Fasten ..."). Nach einer Generalpause greifen Sopran und Tenor den Erzählton vom Anfang auf, begleitet durch einen von Alt und Baß ausgeführten unterbrochenen Orgelpunkt. Das abschließende Unisono („Und der . Bauer . ..") geht ebenfalls auf den Anfangsteil zurück; nur erreicht Schmidt hier eine andere Ausdrucksqualität, die sich mit Begriffen wie Konzentration und Intensität umschreiben läßt.
Gerd Domhardt hat seinen Zyklus „Assoziationen" (1970) Siegfried Bimberg und den Hallenser Madrigalisten gewidmet. Der Werktitel weist auf die in der Partitur dem ersten Satz als Motto vorangestellte Zwölftonreihe, das Thema der Chorvariationen „Gegen den Krieg" (1936) von Hanns Eisler. Domhardt hebt die ideeliche und musikalische Verbundenheit gleich zu Beginn mit dem Hauptgedanken des Zyklus, einem Unisono („Wenn die Vernunft schläft, erwachen Ungeheuer!"), hervor und setzt ihn zur Überschrift sowie zu jedem der folgenden Stücke in Beziehung. Der Komponist verwendet polyphone Satztechniken, arbeitet mit Mitteln wie Cluster, Klangfläche, rhythmisch fixiertem wie auch rhythmisch freiem Sprechen, mit Glissando- und Vibrato-effekten, dabei immer die stimmtechnischen Möglichkeiten des Chorsängers beachtend.
Der Kammerchor der Universität Halle „Hallenser Madrigalisten" besteht seit 1963 und wurde durch rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland sowie als Preisträger internationaler Wettbewerbe bekannt. Begründer und Dirigent des Ensembles ist Professor Dr. sc. Siegfried Bimberg. Neben der speziellen Pflege von a-cappella-Literatur der Renaissance ist die Aufführung von Werken aus dem Gegenwartsschaffen ein weiteres umfangreiches Arbeitsfeld für die Sänger.
Christel Neumann (l981)

Mehr Informationen
ArtikelnummerNova 8 85 204
Preis14,95 €
InterpretDie Hallenser Madrigalisten
PlattennameEine Amsel in Der Luft - Die Hallenser Madrigalisten Singen
EAN NummerNicht verfügbar
PlattenlabelAndere
PlattentypLP / Vinyl 12"
Vinylgewicht pro Schallplatte180 gramm
Anzahl der Platten1
BeilagenNicht verfügbar
Release Jahr1981
Allgemeiner PlattenzustandGebraucht
Zustand TonträgerNicht verfügbar
Zustand CoverNicht verfügbar
PlattenreinigungNicht verfügbar
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